Bericht 2010

Jahreschronik des MGV Müllenbach für das Kalenderjahr 2010
So wie das Vereinsjahr des MGV später enden sollte, so begann es auch: nämlich mit Schneemassen und Minustemperaturen. Trotzdem hatten sich zum Start ins neue Jahr 30 von 33 aktiven Sängern und auch Chorleiter Ralf Zimmermann zur Jahreshauptversammlung am 13.01. durch´s widrige Wetter ins warme Strandhaus gekämpft, um im Anschluss an das traditionelle Essen über das vergangene und das kommende Jahr zu diskutieren.

Das mit dem Essen ließ diesmal der frischen Zubereitung wegen aber noch ein knappes Stündchen auf sich warten, sodass zunächst einige der diversen Vorstandsberichte vorgezogen wurden. In seiner letzten Jahreschronik vor der Verlagerung seines Tätigkeitsfeldes auf das Reiseleitungsgeschäft erinnerte Willi Höft nochmals ausführlich an das rege Vereinsleben 2009, das seinen Höhepunkt in der Chorfahrt nach Dresden hatte. In diesem Zusammenhang sei auch nochmals Bernd Schmitz gedankt, der in Fleißarbeit eine sehr ansehnliche DVD mit Dresdenbildern erstellt und zur Hauptversammlung für alle Sänger vervielfältigt hatte, Danke, Bernd und danke Willi für euer beider Einsatz.

In ihrer Probenstatistik verwiesen Manfred Becker und Volker Appelt auf die recht hohe Gesamtbeteiligung von gut 80 % an den insgesamt 51 Proben und Auftritten des Jahres 2009. Gleich schauen wir mal, ob das im gerade vergangenen Jahr noch zu toppen war und wer in die Fußstapfen der damaligen fleißigsten Sänger Klaus Schenk und Johannes Löcher treten kann, die für ihre 98%ige Anwesenheit mit Gutscheinen belohnt wurden, deren Höhe allerdings das Geheimnis unseres seit 1976 amtierenden Kassierers Christian Nentwig blieb.

Der konnte in seinem Kassenbericht einen stolzen Jahresüberschuss von ganzen 34 € vermelden, zu dem auf der Habenseite wesentlich das Frühlingsfest mit ca. 1500 € Gewinn beigetragen hatte. Dieses stolze Ergebnis und die einwandfreie Kassenführung brachten dem Vorstand denn auch wieder einmal die einstimmige Entlastung sowie Christian die Wiederwahl als Kassierer und Johannes Löcher als Geschäftsführer ein. Christian Bonner wurde neuer Kassenprüfer neben Herbert Frewer, Willi Höft der erwähnte Oberreiseleiter und mir wurde – wie man gerade hört - vertrauensvoll das Chronistenamt zum 2. Vorsitz dazu gegeben.

Nachdem dann die anstehenden Termine für das Jahr 2010 bekannt gegeben waren, gab es endlich die ersehnte Essensunterbrechung, zu der von unserem Vereinswirt Gerd Lingenberg und seinem Team ein schmackhaftes Buffet mit Kroketten, Kartoffelgratin, Putenfilet und Salat reichlich aufgetragen wurde. Euch rufen wir von dieser Stelle ein herzliches „weiter so“ zu.

Anschließend ging´s dann aber doch noch mal mit dem Arbeitsprogramm und den verschiedensten Themen weiter. Dazu gehörten Vorschläge zum Ankurbeln unseres CD-Verkaufs, wonach der Restbestand von ca. 900 CD´s - davon rund 600 der neuesten Aufnahme - durch Präsentation bei jedem Auftritt, durch Erwähnung in Presseartikeln, durch Auslage bei Harry Böseke und durch günstige Paketpreise unters Volk gebracht werden sollte. Das ewige Chorleiterdilemma beim wichtigen Schützenfestauftritt in der Sommerferienzeit könnte – und wurde schließlich auch – 2010 durch Einspringen von Petra Meister behoben werden, was auf breite Zustimmung im Chor stieß, der mit großer Mehrheit am Gesang beim Kommers fest halten möchte. Als wichtige Einnahmequelle sollte auch das Brecherfest wieder in bewährtem Rahmen durchgeführt werden, aus Kostengründen (z. B. GEMA-Gebühren) also ohne Gastchöre oder eigenen Gesangsbeitrag. Man muss halt alles Mögliche berücksichtigen.

Und schließlich gab´s auch noch den Vorblick auf 2012, dem Jahr unseres 100jährigen Vereinsjubiläums. Die erschreckende Erkenntnis, dass das ja gar nicht mehr soo lang hin ist, veranlasste uns zu einigen Überlegungen wegen möglicher Veranstaltungen oder der fälligen Chortour, die schließlich in der Bildung eines Festausschusses mündeten, frei nach dem Motto „Wenn ich nicht mehr weiter weiß, mach ich einen Arbeitskreis“. Dieser Ausschuss, bestehend aus dem Vorstand, sowie Thilo Reh, Udo Berges, Manfred Becker, Klaus Faulmann und Reiseleiter Willi Höft nahm dann in der Folgezeit zügig seine Arbeit auf (über bisherige Ergebnisse wird im weiteren Verlauf des Abends sicherlich noch zu reden sein).

Diesmal erstaunlicher Weise ohne Diskussion über eine neue Kleiderordnung wurden dann die Sänger schon sehr früh um Viertel vor Zehn nach Hause und in das 98. Vereinsjahr entlassen, das eine Vielzahl von Choraktivitäten mit sich bringen sollte.

Los ging´s eine Woche nach der Hauptversammlung mit der ersten von genau 40 Proben, von denen keine einzige pünktlich um halb Sieben begann, was vor allem dem Vorstand zu verdanken ist. Vorsichtshalber geloben wir dazu nur ganz zurückhaltend Besserung. Dennoch glaube ich, dass unsere Probenarbeit als durchaus fruchtbar bezeichnet werden kann, was sich erneut im Erfolg unserer Auftritte zeigte.

Das erste geprobte Lied 2010 war übrigens Tokayerblut, der erste Witz von Ralf wurde leider nicht festgehalten. Insgesamt studierten wir in diesen 40 Proben an genau so vielen Liedern mehr oder weniger lange herum, am Wasser vun Kölle gleich 19 mal (und der Solist beherrscht seinen Text immer noch nicht) und am Spitzenreiter Froher Sang beim Becherklang sogar 20 mal (Frage an Ralf: Ist dieses Lied wirklich so schwer?). Zusammen genommen wurden die 40 Lieder 213 mal angestimmt. Eine stolze Zahl, oder? Ich weiß nur nicht, ob das gut ist wegen unserer großen Bandbreite oder schlecht, weil wir so viele Wiederholungen brauchten.

Erst am 27. April hatten wir schließlich unseren ersten von letztlich 16 Auftritten bei der Ausstellungseröffnung des Malers Dr. Mörschner in der Volksbank Müllenbach. Initiiert von der Marienheider Bürgerstiftung lauschten die zahlreichen geladenen Gäste nicht nur den beeindruckenden Reden des Malers, des Bankvorstandes und des Bürgermeisters Uwe Töpfer, sondern auch unseren Liedern Jooden Dach, Benia calastoria, Die Rose, Gedanken vor Konzertbeginn, Valencia und Eviva Espana, die insgesamt sehr gut ankamen. Zum Dank durften auch wir uns an etlichen leckeren Fingerfood-Köstlichkeiten bedienen.

Gleich zweimal nahmen wir eine solche Essgelegenheit bei der Goldhochzeit von Herbert und Renate Frewer wahr: weil das Nachbarschaftsfest zufällig auf einen Probenmittwoch fiel, verkürzten wir den Übungsabend zu Gunsten eines überraschenden Ständchens am Haus ein wenig, bei dem wir die beiden hochleben ließen und einen wohlgefüllten Frühstückskorb überreichten. Die Rose und Benia calastoria sangen wir nicht nur an diesem Abend, sondern auch zur offiziellen Feier am 16. Mai im Franz-Dohrmann-Haus in Marienheide. Trotz einer etwas dürftigen Besetzung im 1.Tenor lieferten wir den 50 Gästen dort einen guten Auftritt ab.

Wenige Tage zuvor hatten wir am Vatertag bereits unser traditionelles Frühlingsfest am Becher gefeiert. Das nasskalte Wetter hielt so manche Wandergruppe vom Vorbeikommen ab, aber trotzdem war der Besuch aus der Müllenbacher Umgebung noch recht ordentlich.

Wesentlich schöneres Wetter erlaubte es uns bei unserem nächsten Auftritt am 3. Juni, draußen zu singen. Es ist wohl der demografischen Entwicklung geschuldet, von der auch der MGV Müllenbach nicht verschont bleibt, dass es schon wieder eine Goldhochzeit war, bei der wir auch diesmal singen durften. Schauplatz war der mit reichlich Bierzelten und Verpflegungsstationen ausgestattete Garten unseres Sangesbruders Herbert Wagner und seiner Margret. Für die Einladung bedankten wir uns neben dem obligatorischen Frühstückskorb mit sechs Liedbeiträgen von Tokayerblut bis zum Bye, bye my love, die beim dankbaren Publikum offenbar gut ankamen.

Schon drei Tage später mussten wir am 6. Juni schon wieder ran – wieder draußen bei angenehmen Temperaturen und vor reichlich Publikum anlässlich der Einweihung des von den Dorfvereinen sehr ansprechend gestalteten Innenkreisels am Eingang von Müllenbach. Zu den geschätzten 18.000€ Eigenleistung hatte auch der MGV einen der geringen Mitgliederzahl entsprechenden finanziellen Beitrag geleistet und half auch beim Ausschank. Dennoch geht auch von unserer Seite ein großer Dank an die Initiatoren um ihren Anführer Reimund Heringer, denen es auf hervorragende Weise und mit erheblichem Einsatz gelungen ist, die Müllenbacher Vereinslandschaft an exponierter Stelle so gekonnt zu präsentieren. Diesen Dank drückten wir bei der Veranstaltung passender Weise mit Möge die Straße… und einigen anderen Liedern aus. Dank des lockeren Moderators Gerd Lingenberg, der das Mikro der Lautsprecheranlage zwischendurch gezielt als Richtmikrofon einsetzte, um einzelne Stimmen einzufangen, gerieten einige der Stücke allerdings nach außen hin zu einer Aneinanderreihung solistischer Einlagen – für das Publikum ein sicher etwas ungewohnter „Chorklang“.

Die dritte Goldhochzeit innerhalb unseres Chores stand dann am 19. Juni an. Für Karl und Ingrid Vedder gestalteten wir den Gottesdienst in der Müllenbacher Kirche musikalisch mit und ließen neben Herr deine Güte und Der Herr segne euch aus Zion auch den Psalm 23 erklingen. Vor allem dieses vom Hochzeitspaar gewünschte Lied wurde anschließend als besonders beeindruckend gelobt und erntete sogar Applaus.

Etwas gedrückt wurde die Stimmung dieses schönen Tages allerdings durch die Nachricht vom Tod unseres langjährigen Mitsängers Rudolf Kölsche.

Am gleichen Ort und mit den gleichen Liedern traten wir bereits am nächsten Tag erneut auf. Als hervorragende Gelegenheit, den MGV im Dorf zu präsentieren, positionierten wir uns während des gut besuchten Müllenbacher Bücherfestes gleich drei mal an verschiedenen Stellen, um die Besucher je nach Geschmack zu erfreuen oder zu verjagen. Während ersteres offenbar gelang, war letzteres jedoch nicht zu beobachten. Vor dem Auftritt in der Kirche hielten wir etwas weltlichere Vorträge an der Eiche, wo erstmals auch das lange einstudierte Wasser vun Kölle aufgeführt wurde – und auf Anhieb so gut gelang, dass sich Ralf Zimmermann nicht scheute, das gleich Stück eine Stunde später am Heimatmuseum zu wiederholen. Auch hier gelang es, dass die Zuschauer dicht gedrängt stehen blieben, um uns zu lauschen. Immerhin brachten uns die insgesamt 10 Lieder an diesem Tag neben viel Zuspruch auch Runden von Gerd Lingenberg und Harry Böseke ein.

Ähnlich erfolgreich verlief auch der nächste Auftritt am 2.Juli, diesmal ausnahmsweise nicht bei einer Gold-, sondern einer zünftigen Grünen Hochzeit. Die Freundin unseres Chores und Gönnerin Regina Knoche hatte uns als „Geschenk“ für das Brautpaar Natascha Langenfeld und Mark Föhre engagiert. Ganz anlassbezogen ließen wir bei strahlendem Sonnenschein vor der Haustüre der beiden Lieder wie die Irischen Segenswünsche, Die Rose oder Die Hochzeit der Frösche erklingen. Der Chronist muss zugeben, dass er bei diesem Auftritt ganz besonders aufgeregt war, weil es nach langer Zeit der erste Einsatz als Vizechorleiter war und zudem beide Brautleute selbst Musik machen. Sehr zu meinem Erstaunen (und gewissem Stolz) wurde es aber ein sehr schöner Auftritt, bei dem der Chor sich nicht einmal vom Beinaheunfall eines vorbeifahrenden Busses mit einem abgelenkten PKW-Fahrer oder dem Lärm eines Flugzeugs aus der Ruhe bringen ließ: Danke euch allen, trotzdem aber die herzliche Bitte an Ralf, weiterhin möglichst oft selbst präsent zu sein, weil Du es einfach besser kannst.

Fehlende Souveränität machte sich denn auch prompt beim urlaubsbedingt schon rasch folgenden nächsten Einsatz des Vize bemerkbar, dem Seniorenkaffee des Schützenvereins am 17. Juli. Nachdem die ersten beiden Lieder a capella durchaus gut geklappt hatten, stellten die nächsten beiden eine Art Generalprobe für das Schützenfest eine Woche später dar, weil die Begleitung für Sieben Fässer Wein und das Flippers Potpourri in Ermangelung der Zimmermann´schen Klavierkünste playback eingespielt wurde. Insgesamt betrachtet kamen auch diese eingängigen und schönen Melodien beim Publikum sehr gut an, man musste allerdings etwas großzügig über einige Texthänger im ersten und letztlich noch einigermaßen aufgefangene rhythmische Differenzen zwischen Livegesang und Musikkonserve im zweiten Lied hinweg sehen.

Schon etwas gekonnter wurden die gleichen Stücke beim Kommersauftritt am 24. Juli von der netterweise eingesprungenen Petra Meister angegangen. Das beiden Liedern eigene Begeisterungspotential hätte sicherlich bei dieser passenden Gelegenheit noch größere Jubelstürme ausgelöst, wenn es nicht diesmal ein technischer Hänger gewesen wäre, der die tapfere Sängerschar mittendrin ein wenig aus dem Tritt brachte. Insofern mag die Unterstützung des Chores per Playback vielleicht noch mal überdenkenswert sein, die Wahl von Petra Meister als Ersatzkraft war dennoch im Interesse der Auftrittsfähigkeit völlig richtig.

Nach der Sommerpause und dem Probeneinstieg in die Weihnachtsübungen ging es dann am 4. September zum diesmal herbstlichen Programm ins Marienheider Seniorenheim, wo wir wieder gespannt erwartet wurden. Nur mit recht kleiner, aber ausgewogener Besetzung angetreten schafften wir dort sowohl gesanglich als auch optisch mit Bluejeans und weißen Hemden einen ansprechenden Auftritt. Mit gleich elf Liedern präsentierten wir uns mit der größten diesjährigen Bandbreite von Trinkliedern über Evergreens bis zu den Kölschen Tönen. Mit Ralfs Begleitung lief dabei auch das Flippers Potpourri unerklärlicher Weise erstaunlich rund; dafür leistete sich der Solist beim schon zigfach vorgetragenen Valencia einen Textverdreher, auf den der Chor aber vorbildlich flexibel reagierte. Die kölschen Lieder zum Schluss kamen dann so gut an, dass wir versprechen mussten, schon bald wieder zu kommen.

Mit dem Wandertag des MGV startete das Wochenende 18. und 19. September. Etwa 20 Sänger mit ihrem Anhang liefen die legendäre Karl-Vedder-Schleife durch den Gervershagener Forst ab und vergnügten sich anschließend bei Kaffee, Grill und Musik im Strandhaus. Solchermaßen gestärkt konnte schon am nächsten Tag die Reise zum Frühschoppen des MGV Lantenbach angetreten werden. Dort machte es die wenig tragende Hallenakustik den beteiligten Chören trotz interessantem Gesangsprogramm etwas schwer, gegen ein frühschoppengemäß leicht unruhiges Publikum anzukommen. Weder für den ausrichtenden MGV Lantenbach, noch für die junge Formation Chorwärts der Gummersbacher Musikschule – beide unter dem Dirigat von Joschi Kottmann – als auch für den Liederkranz Bergneustadt und unseren MGV war der Auftritt deshalb ein musikalisches Highlight.

Ein wenig mehr zu unserer und Ralfs Zufriedenheit geriet das Ständchen zum 50. Geburtstag unseres Vereinswirts Gerd Lingenberg am 17. Oktober. Obwohl wir uns erst in dem mit über 200 Gästen in allen Räumen gefüllten Strandhaus etwas Platz schaffen mussten, um dem Geburtstagskind im Anschluss an das Kegelbahn-Buffet-Essen ein paar Lieder vortragen zu können, kamen die vorwiegend kölschen Stücke sehr gut an, wobei besonders Volker Appelt mit einem glänzenden Solo in der Polizeistund höchst positiv auffiel.

Einen ganz anderen Charakter hatte das nächste Highlight, nämlich unser Weihnachtskonzert am 5. Dezember in der Müllenbacher Kirche. Unterstützt von den ChoryFeen aus Drolshagen und den Müllenbacher Flötenkindern – beide unter der Leitung von Petra Meister – gelang ein anspruchsvoller und abwechslungsreicher Auftritt. Erstmals waren wir dabei in unsere neuen Krawatten gehüllt und auch bei der Aufstellung wurde eine Neuerung ausprobiert, die sich als vorteilhaft erwies: die Tenöre rückten nämlich in die Mitte, beidseitig flankiert von den zahlreicheren Bässen. Einen weiteren Akzent setzte der humorige Abgang bei Feliz Navidad, der so wie das gesamte Konzert das Publikum begeisterte und die Kirche mit Applaus füllte. Auch Ralf zeigte sich ausdrücklich von dem sauberen Vortrag angetan und insgesamt sehr zufrieden.

Der Reigen unserer weihnachtlichen Auftritte wurde am 11. Dezember bei der traditionellen Altenfeier in Dannenberg fortgesetzt, wo wir z. B. mit der Fröhlichen Weihnacht, Feliz Navidad, den Türmen vom Dom oder dem Ehre sei Gott / Stille Nacht auch ohne Frauenbegleitung einige der Konzertlieder mit ebenso großem Erfolg wiederholten.

Den Abschluss eines ereignisreichen Jahres 2010, auf das wir paar alten Herrschaften sicherlich mit einigem Stolz über gelungene Präsentationen zurück blicken können, bildete die jährliche Mitgestaltung der Christnacht am 1. Weihnachtstag früh morgens um Sechs in der Müllenbacher Kirche. Dieser älteste Brauch des MGV war vor 98 Jahren der Anlass für die Gründung unseres Vereins – Grund genug, auch in diesem Jahr bei Kälte und Schnee mit fast allen Sängern anzutreten und sich trotz der frühen Morgenstunde hellwach zu zeigen. Das gelang auch diesmal wieder mit Denn es ist Weihnachtszeit, Fröhliche Weihnacht und besonders Die Türme vom Dom, die auf ausdrücklichen Wunsch von Pastor Pietschmann vorgetragen werden durften. Die Gottesdienstbesucher dankten es mit sichtlicher Rührung.

Mit diesem 85. Lied im 16. Auftritt war das Sängerjahr 2010 beendet. Dank an dieser Stelle noch mal an Ralf für seine hervorragende nimmermüde Arbeit, seine Geduld und seine Witzbeiträge und an alle Sänger, die dem Chor die Treue gehalten haben. Dies gilt besonders auch für die acht Sangesbrüder, die 2010 ihr 25-jähriges Chorjubiläum feiern konnten (Volker Appelt, Günter Schoppmann, Udo Berges, Manfred Schaaf, Dirk Schenk, Klaus Faulmann, Jürgen Dörre und Sven Bahs) und auch unseren neuen Mitsänger Gerhard Winkler, der auch ohne das zwischenzeitliche leider fruchtlose Lockmittel kostenloser Strandhaus-Essen zu uns stieß und geblieben ist. Und nicht zuletzt auch Günther Schenk sei hier erwähnt, der trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung seine Verbundenheit mit uns zeigt, in dem er einfach mit dabei ist.





Müllenbach, im Januar 2011

Stefan Weidemann
Chronist