Pressebericht 2010

Presse 2010

Konzertbericht vom 15.12.2010 im Rundblick Marienheide  
MGV Müllenbach wünschte eine frohe Weihnacht

Zum Schluss stand nur noch der Vorsitzende Volker Appelt ganz alleine vor dem Altar der evangelischen Kirche in Müllenbach und sang einsam ein letztes Mal den spanischen Refrain „Feliz Navidad“. Zuvor waren erst zum Erstaunen und dann zum großen Spaß der Zuschauer seine Mitsänger des MGV Müllenbach nach und nach verstummt und abgetreten. Auch Chorleiter Ralf Zimmermann brach die Klavierbegleitung ab und verschwand. Natürlich war dieser ungewöhnliche Abgang bewusst inszeniert, damit ganz nach bekannter Art des Chores auch dieses Weihnachtskonzert nicht nur eine besinnliche, sondern auch eine heitere Seite bekam.
Volker Appelt ( „Ich hab´ mir das nicht ausgedacht“ ) hatte denn auch gleich zweifachen Grund, im Anschluss an sein kurzes Solo dem Publikum zu danken: zuerst dafür, dass die Kirche trotz heftigem Schneefall doch recht gut gefüllt war und dann für den wiederholt kräftigen Applaus, der nicht nur bei diesem Lied zeigte, wie gut die Vorträge der letzten eineinhalb Stunden angekommen waren. Auch galt sein Dank dem Hausherrn Pastor Pietschmann, der diesen Applaus in seiner Kirche ausdrücklich gerne hören mochte.
Das Publikum selbst hatte sich mit „Macht hoch die Tür“ zusammen mit den Sängern des MGV und seinen Gästen, den ChoryFeen aus Drolshagen und der Flötengruppe der ev. Gemeinde Müllenbach lautstark auf das Konzert eingestimmt. Ganz international begann der MGV Müllenbach dann mit dem italienischen getragenen „Benia calastoria“, dem das moderne englische „Thy word“ oder der deutsch vorgetragene rhythmische Gospel „Oh Lord“ folgte. Chorleiter Ralf Zimmermann brachte seine Sänger dazu, in allen diesen Liedern die wichtigen Übergänge zwischen Piano und Forte harmonisch und ausdrucksstark zu gestalten.
Flott und schon sehr notensicher spielten die vier Kinder der Flötengruppe bekannte Stücke wie „ Rudolf, das kleine Rentier“ oder „Jingle Bells“ und später die „Fröhliche Weihnacht“. Wie immer engagiert und absolut präzise angeleitet von Petra Meister wurden die Flötenkinder sogar mit dem rührenden Lied „ Wenn der Himmel unser Herz erreicht“ selbst zu Sängern, die in der Art eines Rolf-Zukowski-Kinderchores die Herzen der dankbaren Zuschauer erreichten.
Ebenfalls unter dem Dirigat von Petra Meister präsentierte sich der fast 40-köpfige Frauenchor ChoryFeen mal sanft und einfühlsam in „Eines Nachts wie heut“ und mal stimmgewaltig mit „Hosianna in excelsis“. Der runde Chorklang bestätigte sich auch in Liedern wie „May it be“ oder dem Abendsegen, von dessen plötzlichem Ende die Zuschauer sichtlich überrascht waren. Sogar der zumindest für ungeübte Ohren etwas disharmonische Schluss von „Oh Messiah“ wurde von den ChoryFeen und ihrer Leiterin gut gemeistert.
Auch der MGV Müllenbach meisterte in seinem zweiten, nun ganz weihnachtlich geprägten Teil als Ergebnis fleißiger Probenarbeit alle textlichen und dynamischen Klippen ganz souverän. Fast schon traditionsgemäß und ausdrucksstark erklangen die immer wieder unter die Haut gehenden kölschen „Türme vom Dom“ mit dem Solisten Stefan Weidemann, bevor der MGV in dem eingangs erwähnten „Feliz Navidad“ seinem Publikum eine schöne Weihnacht wünschte. Abschließend setzten alle Sängerinnen, Sänger und die Kinder gemeinsam mit der „Stillen Nacht“ noch einen berührenden Schlusspunkt, mit dem ganz offenbar zufriedene Zuschauer auf ihren beschwerlichen Nachhauseweg durchs Schneetreiben entlassen wurden.

 

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